Orange Push-up
TheCocktailDB
Klassiker

Orange Push-up

Orange Push-up Ein amerikanischer Datenbank-Drink ohne dokumentierte Herkunft – aber immerhin einer mit…

fruchtigsüßstarkkräftig
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Dauer2 Min.
NiveauEinfach
GlasHurricaneglas
Alkohol~22%
Portionen:
1 Glas
Einheit:

Zutatenliste

berechnet für 1 Glas
Spiced Rum
Pro ChoiceBacardí Carta Blanca
4 cl

Benötigtes Bar-Equipment

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Zubereitungsschritte

Methode: Gemixt (Blended)
1

Mische Liköre in einem Mixer. Eine halbe Kugel Eis hinzufügen und untermischen. Mit einer Orange- und Kirschfahne garnieren. So gut, dass es in deinem Mund schmilzt.

Bar-Tipps

Profi-Tipp vom Barkeeper

"Spare niemals am Eis — mehr Eis bedeutet weniger Schmelzwasser und ein länger kaltes Getränk."

Häufiger Fehler

Zu lange mixen. Die Reibungswärme lässt das Eis schmelzen, der Drink wird wässrig.

Geschmacksprofil & Sensorik

Fruchtig3/5
Sauer / Frisch1/5
Süßlich5/5
Bitter / Herb1/5
Kräftig / Boozy4/5

Orange Push-up


Ein amerikanischer Datenbank-Drink ohne dokumentierte Herkunft – aber immerhin einer mit klarer, nachvollziehbarer Rezeptur und einem Namen, der sich erklären lässt.


Der Name


„Orange Push-Up" ist in den USA eine Tiefkühl-Süßigkeit: ein Eis am Stiel in einer Papphülse, das man von unten hochschiebt – Orangensorbet mit einem Vanille-Eiskern. Ein Kindheitsprodukt, vergleichbar mit dem, was hierzulande ein Capri-Eis oder ein Twinni ist. Der Drink zitiert dieses Geschmacksbild.


Ein ehrlicher Einwand dazu: Mehrere Rezeptseiten beschreiben den Drink als „cremig" und „nostalgisch". Das gibt die Zutatenliste nicht her – es ist weder Sahne noch Vanille noch Milch enthalten. Der Bezug zum Namensgeber ist die Farbe und die Orangenrichtung, nicht der Geschmack. Wenn du darüber schreibst, würde ich „cremig" nicht übernehmen.

Das Rezept


Der Eintrag in TheCocktailDB, aus dem deine Liste vermutlich stammt:



Zubereitung: Die Spirituosen im Mixer verrühren, eine halbe Schaufel Eis dazugeben und mixen. Serviert im Hurricane-Glas, garniert mit Orangenscheibe und Cocktailkirsche als „Flag" (beides zusammen auf einen Spieß gesteckt).

Zwei Anmerkungen zur Quelle: Die Anweisung „combine liquors" (Plural) passt nicht – es ist nur eine Spirituose im Rezept. Und der Zusatz „So good it will melt in your mouth!!!" macht deutlich, dass es sich um eine Nutzereinsendung handelt, nicht um eine redaktionell geprüfte Rezeptur.


Zum Sour mix


Die einzige Zutat, die in Deutschland Probleme macht. Sweet & Sour mix ist ein US-Barprodukt: eine Fertigmischung aus Zitronen- und Limettensaft mit Zucker, ungefähr im Verhältnis 1:1. In amerikanischen Bars steht das Zeug in der Spritzpistole, hierzulande ist es kaum verbreitet.


Ersetzen lässt es sich problemlos: gleiche Teile frischer Zitronensaft und Zuckersirup. Bei einem „Spritzer" reden wir über etwa 1 cl – also je 0,5 cl. Frisch angesetzt schmeckt das ohnehin deutlich besser als die Fertigmischung.


Charakter und Einordnung


4,5 cl Rum auf rund 15 cl Flüssigkeit – das ist ein milder, saftbetonter Drink, gemixt und schaumig, mit deutlicher Grenadine-Süße. Der Spiced Rum bringt Vanille- und Gewürznoten mit, die als einzige Zutat überhaupt in die Richtung des Namensgebers gehen. Der Spritzer Sour mix ist der einzige Gegenpol zur Süße und knapp bemessen; ich würde ihn eher großzügiger dosieren.


Handwerklich ist das eine Frozen-Variante des Screwdriver-Prinzips – Spirituose plus Orangensaft, mit Grenadine gefärbt. Kein Klassiker, aber unkompliziert und funktionierend.


Die Varianten


Unter ähnlichen Namen laufen zwei weitere Drinks:


  • Orange Push-Up #2: 3 cl Vanillewodka, 9 cl Ananassaft, 9 cl Orangensaft, ein Spritzer Grenadine, geschüttelt. Der Vanillewodka trifft den Namensgeber tatsächlich besser als der Spiced Rum des Originals.
  • Push Up (ohne „Orange"): 15 cl Zitronenlimonade, 15 cl Orangensaft, 6 cl Wodka, ein Spritzer Grenadine, direkt im Glas über Eis gebaut. Limonade und Saft zuerst mischen, dann den Wodka einrühren, zuletzt die Grenadine.